Die Vielzahl der Tier-und Pflanzenwelt ist auf der Insel Ischia sehr groß und es ist schwer, auf anderen Inseln im Golf von Neapel einen so ausgeprägten Reichtum an Flora und Fauna zu finden. Dank dieses enormen Facettenreichtums an Pflanzenarten, das zweifelsohne durch die herausragende Fruchtbarkeit des vulkanischen Bodens gefördert wird, wird Ischia auch oft als die grüne Insel bezeichnet.

Auf Ischia gibt es viele naturgeschützte Zonen, in denen man Beispiele dieser großartigen lokalen Vegetation bewundern kann. An erster Stelle stehen zweifellos die Weinreben, die die ländliche Kultur der Insel Ischia am besten präsentieren. In der Tat sind die hervorragenden vollmundigen Weine, die aus diesen Reben gewonnen werden, das Aushängeschild der Insel Ischia. Weitere Charakteristiken der ischitanischen Landschaft sind die weitflächigen Olivenhaine und die vielen biologischen Obstgärten mit ihren Pfirsich-, Apfel-, Aprikosen-, Mandarinen- und Zitronenbäumen. Ebenso häufig sind auf Ischia die Tomaten und Erbsen.
Auf der Insel Ischia finden wir auch sehr viele wildwachsende Kräuter wie zum Beispiel Rosmarin, Lorbeer, Salbei und Minze, die in der ischitanischen Küche eine sehr große Anwendung finden. Weitere wildwachsende Pflanzen sind Brombeersträucher, Kamille, Gänseblümchen und der Löwenzahn. Selbst den indischen Feigenbaum kann man auf Ischia finden. Letzterer wird häufig als Windschutz und zur Grenzbildung zwischen den verschiedenen Grundstücken verwendet.
Der Monte Rotaro ist auf Ischia das große Reich der Wälder, Wildtiere und einer überaus üppigen Natur. Dieser Berg ist insbesondere unter Wanderern sehr beliebt. Auf dem Monte Rotaro finden wir die unterschiedlichsten, naturbelassenen Wälder. Der untere Abschnitt ist die Heimat der Nadelbäume unter denen die Kiefer und die Aleppo-Kiefer besonders präsent sind. Hier wachsen auch der Mäusedorn, Steinpilze und Heidekraut. Am Rande des Kraters befindet sich eine große Menge an Eichen und Kastanienbäumen.
Im Allgemeinen bilden die weitläufigen Pinienwälder im Zentrum von lschia die grüne Oase der Insel. Sie entstanden auf dem kargen Gelände, das der berühmte Vulkanausbruch im Jahre 1302 hinterlassen hat. Fünf Jahrhunderte später entschied sich der Botaniker des Hofes von Ferdinand II. von Bourbon diese karge Landschaft in einen grünen Ort des Wohlbefindens zu verwandeln. Auf der Suche nach pflegeleichten Bäumen fiel die Wahl auf die nicht sehr anspruchsvolle Pinie. Diese Wahl zahlte sich aus und schon bald verwandelte sich das kümmerliche felsige Gebiet in ein grünes Paradies aus hochragenden, buschigen Pinien. Unter ihrem wohltuenden Schatten haben dann schon bald eine Vielzahl an wildwachsenden mediterranen Sträuchern und Pflanzen ihren idealen Lebensraum gefunden. Hervorzuheben sind hierbei die Myrte, Erdbeerbäume, Mastixsträucher, Lorbeer, Steineichen und Heidekraut.
Was die Fauna betrifft, so ist Ischia zu den beiden anderen Phlegräischen Inseln Procida und Vivara nicht sehr unterschiedlich. Unter den Reptilien finden wir eine Vielzahl an Eidechsen und Schlangen.
Unter den Säugetieren hat das Wildkaninchen auf Ischia eine ganz besondere Bedeutung. Das Wildkaninchen ist im Gegensatz zum Hauskaninchen ein wenig kleiner. Die Form des Schädels ist ein bisschen anders, die Ohren sind kleiner und auch die Beine sind etwas kürzer. Das Fell der Wildkaninchen ist meist grau oder rötlich, während der Bauch und die Kehle weiß sind. Die Wildkaninchen leben in den Wäldern und Bergen und sie vermehren sich nicht in der Gefangenschaft.
Was die Kaninchenzucht betrifft, so herrscht auf Ischia eine völlig andere Tradition. Diese erfolgt nämlich nicht, wie traditionell üblich, in Käfigen, sondern in zirka drei Meter tiefen Gräben, was den Kaninchen das Aufwachsen in ihrem natürlichen Lebensraum ermöglicht. Die Kaninchen, die auf diese Weise gezüchtet werden, sind ständig in Bewegung und am Tunnel graben. Das Fleisch wird daher straffer und leckerer. Kein Wunder also, dass das Kaninchen das Aushängeschild der ischitanischen Speisekarte ist.
Auf Ischia leben sowohl Standvögel, als auch Zugvögel. Unter den sesshaften Vögeln finden wir auf der Insel Ischia die Mönchsgrasmücke, den Stieglitz, den Buchfink, die Lachmöwe, die Königsmöwe, den Turmfalken, die Eule, den Zilpzalp, die Amsel, den Spatz, das Rotkehlchen, den Bussard, den Habicht, den Ziegenmelker und den Grünfink.
Tragflächenboote und Fähren Ischia Insel Italien:
Die beiden Fährgesellschaften Medmar und Caremar bieten von Neapel und Pozzuoli aus mehrmals täglich Fähren und Tragflügelboote auf die Insel Ischia Forio. Von Neapel starten auch noch weitere Fähren und Schiffe nach Capri, Ponza, Ventotene und auf die begehrte Urlaubsinsel Sizilien.